Feuchtigkeitsniveau Exsudat

Exsudat ist eigentlich ein Entzündungsprodukt. Mit anderen Worten: Keine Entzündung, kein Exsudat. Die Exsudationsmenge korreliert mit dem Ausmaß der Entzündung. Das liegt daran, dass die Wundflüssigkeit (das Exsudat) das Transportmittel für die Zellen ist, die in der Wunde erneuert werden. Die Zusammensetzung der Wundflüssigkeit bei "komplizierten" Wundenwie z. B. Dekubiti, diabetisch bedingte Wunden oder Ulcera Cruri, unterscheidet sich stark von der bei akuten Wunden. Die Zusammensetzung des Exsudates gilt als Heilungsindikator.17

Feuchtigkeit einer Wundetrockenfeuchtnass

Man weiß, dass Wunden in einer feuchten Umgebung viel besser heilen. Feuchtigkeit verbessert die Collagensynthese und erhöht die Granulations- und Epithelisierungsrate.

TROCKEN trocken

Eine Wunde an sich ist nicht trocken. Dennoch kann das Gewebe in der Wunde austrocknen, wenn es der Luft ausgesetzt wird. Da der Heilungsprozess erheblich erschwert wird, wenn das Gewebe dehydriert, ist dies eine unerwünschte Situation. Ziel eines Wundmanagements muss es daher sein, ein "feuchtes" Wundmilieu wiederherzustellen.

FEUCHT feucht

Obwohl es kein absolut bekanntes Maß für die Produktion von Wundflüssigkeit gibt, geht man allgemein davon aus, dass die Oberfläche der Wunde feucht gehalten werden sollte. Daraus folgt, dass jegliche Abweichung vom Zustand "feucht" als für das Wundgewebe schädlich betrachtet werden muss.

NASS nass

Wunden können aufgrund von Inflammation, Ödemen oder Infektion extrem nass sein. Diese Extremsituation kann u.a. zu Mazerationen der Haut führen und schadet den Zellen, die die Wundheilung vorantreiben. Ziel des Wundmanagements sollte es daher sein, überschüssige Wundflüssigkeit aufzusaugen und so das "feuchte" Wundmilieu wiederherzustellen, das heilungsfördernd wirkt.